Datenschutzerklärung
Stand: 4. November 2026
1. Verantwortlicher
Elias Conrad
San-Vincenzo-Bogen 4, 84347 Pfarrkirchen, Deutschland
E-Mail: hallo@eliasconrad.eu
Website: manhunt-app.com
2. Welche Daten wir verarbeiten
Manhunt ist ein Spiel, das draußen mit anderen gespielt wird. Dafür braucht es nur diese Daten:
- Konto: Anzeigename, freiwillig Handle, Kurztext, Bio und Ort sowie ein Freundescode. Kein Passwort und kein richtiger Name nötig.
- E-Mail-Adresse: nötig für ein Konto, sobald die Pflicht zur Bestätigung eingeschaltet ist (siehe Abschnitt 6).
- Gerätekennung: Eine Kennung der App auf deinem Gerät speichern wir nur als Hashwert. Damit setzen wir die Altersgrenze und Sperren durch.
- Kontakte (freiwillig): Wer Freunde aus dem Adressbuch finden will, gibt die Nummern frei. Auf dem Gerät werden daraus Hashwerte gebildet und nur diese abgeglichen. Das Adressbuch selbst verlässt das Gerät nicht.
- Standort während einer Runde: Position, um Zone, Fang und Strecke zu entscheiden. Die Positionen leben nur in der laufenden Runde und werden danach nicht dauerhaft gespeichert. Fangorte sehen nur die Mitspieler dieser Runde. Außerhalb einer Runde wird kein Standort erhoben.
- Chat und Gruppen: Nachrichten, die du schickst, einschließlich Fotos und Sprachnachrichten, wenn du sie aufnimmst, dazu Gruppennamen, Gruppenbeschreibungen, Gruppenbilder und geplante Treffen.
- Käufe: Ob und bis wann ein PRO-Abo gilt (geprüft über Apples StoreKit, wir sehen keine Zahlungsdaten).
- Nutzungsdaten: Wenige, nicht personenbezogene Ereignisse (etwa „Runde gestartet", „Runde beendet", „Abo aktiviert") ohne Positionen und ohne Namen, um das Spiel zu verbessern.
- Sicherheit: Ergebnisse der automatischen Prüfungen, Meldungen, Belege und Maßnahmen wie Sperren (siehe Abschnitte 3 bis 5).
3. Automatische Sicherheitsprüfungen
Damit Manhunt sicher bleibt, gerade für jüngere Spielerinnen und Spieler, prüfen wir bestimmte Inhalte automatisch, bevor sie bei anderen ankommen. Das heißt nicht, dass jemand deine Nachrichten liest. Ein Mensch sieht Inhalte nur, wenn sie gemeldet wurden oder die Prüfung sie als gefährlich markiert hat. Was dabei als verboten gilt, steht in den Nutzungsbedingungen.
Texte: Chat-Nachrichten, Anzeigenamen, Handles, Kurztexte, Bios, Gruppennamen und Gruppenbeschreibungen gleichen wir mit einer Wortliste ab. Das passiert auf unserem eigenen Server, ohne andere Anbieter. Je nach Treffer kommt eine Nachricht an, wird markiert oder zurückgehalten. Bei schweren Treffern (etwa Missbrauchsdarstellungen, Terror, Extremismus) wird das Konto vorläufig gesperrt, bis ein Mensch entschieden hat. Nachrichten, die auf Selbstgefährdung hindeuten, kommen immer an und führen nie zu einer Strafe. Wir schauen dann nur, ob wir Hilfe anbieten können.
Fotos: Fotos, die du in einem Chat schickst, und Gruppenbilder prüfen wir beim Hochladen mit Google Cloud Vision (SafeSearch) über den europäischen Endpunkt (eu-vision.googleapis.com). Dabei geht nur das Bild an Google, ohne deinen Namen, ohne Chat und ohne Kennungen. Zurück kommt nur eine Einschätzung, ob das Bild sexuell, freizügig oder gewalttätig ist. Je nachdem, wer im Chat ist, wird ein auffälliges Foto nicht zugestellt und eine Meldung angelegt. Konnte ein Foto nicht geprüft werden, wird es in Chats mit Personen unter 16 nicht zugestellt.
Sprachnachrichten: In Gruppen und in Chats, an denen jemand unter 16 beteiligt ist, schreibt Cloudflare Workers AI (Spracherkennung Whisper) Sprachnachrichten automatisch ab. Die Abschrift läuft durch dieselbe Textprüfung wie eine geschriebene Nachricht. Sie ist nur für die Prüfung da, wird nicht angezeigt und nach spätestens 90 Tagen gelöscht.
KI-Einschätzung „Fenn": Fenn ist die Moderationshilfe von Manhunt. Fenn bekommt nur zwei Arten von Fällen zu sehen: Meldungen und Nachrichten in Chats mit Personen unter 16, die unser eigener Vorfilter auffällig findet. Der Vorfilter läuft auf unserem Server und vergibt Punkte für Warnzeichen wie Fragen nach Adresse oder Schule, Bitten um Fotos, Geheimhaltung oder Treffen allein. Mit einfließen, ob ein Erwachsener einem Jüngeren schreibt, wie neu Konto und Chat sind und die Uhrzeit. Bevor ein Text an Fenn geht, ersetzen wir Namen durch „Person A, B, …" und Handles, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Links durch Platzhalter. Fotos gehen nie an Fenn.
Fenn läuft auf einem Sprachmodell von Mistral AI (Frankreich). Die Anfrage geht über den Vermittler OpenRouter (USA) an den EU-Endpunkt von Mistral. Wir verlangen dabei, dass keine Daten gespeichert oder zum Training verwendet werden (Zero Data Retention), und lassen kein Ausweichen auf andere Anbieter zu. OpenRouter kann Inhalte, die nach eigenen Prüfungen als mögliche Missbrauchsdarstellung von Kindern gelten, aus rechtlichen Gründen trotzdem aufbewahren.
4. Was Fenn entscheiden darf (Art. 22 DSGVO)
Stuft Fenn einen Fall als schwer ein, darf Fenn vorläufig handeln, damit niemand weiter in Gefahr ist: von 24 Stunden Schreibsperre bis zu einer Sperre des Kontos. Bei kritischen Fällen (etwa Missbrauchsdarstellungen von Kindern oder Anschlagsplänen) kann die vorläufige Sperre unbefristet sein und auch das Gerät betreffen. Meldungen anderer Nutzer allein führen höchstens zu 24 Stunden Schreibsperre, nie zu einer Kontosperre. Jede Maßnahme von Fenn ist vorläufig. Ein Mensch prüft den Fall und bestätigt oder hebt die Maßnahme auf.
Wenn Fenn dich einschränkt, bekommst du in der App einen Hinweis. Du hast das Recht, die Entscheidung von einem Menschen prüfen zu lassen, deinen Standpunkt darzulegen und die Entscheidung anzufechten. Schreib dazu an hallo@eliasconrad.eu.
5. Meldungen, Belege und Behörden
Wenn jemand ein Profil, eine Nachricht, eine Gruppe oder ein Treffen meldet oder die Prüfung etwas findet, legen wir eine Meldung an. Dazu speichern wir einen Beleg in einem eigenen Belegspeicher: den betroffenen Inhalt zum Zeitpunkt der Meldung und, wenn nötig, ein paar Nachrichten davor, damit der Zusammenhang klar ist. Der Beleg bleibt auch dann, wenn der Inhalt später gelöscht wird. Wer gemeldet hat, erfährt die gemeldete Person nicht.
Belege löschen wir normalerweise 90 Tage, nachdem der Fall abgeschlossen ist. Bei möglichen Straftaten bewahren wir sie auf, bis sie an die zuständigen Behörden übergeben sind und solange diese sie brauchen. Wo das Gesetz es verlangt, melden wir Verdachtsfälle an das Bundeskriminalamt (Art. 18 des Digital Services Act). Das betrifft vor allem Straftaten, die Leben oder Sicherheit von Menschen bedrohen, etwa sexuelle Gewalt gegen Kinder oder Anschlagspläne. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit Art. 18 DSA; die längere Aufbewahrung stützen wir auf § 24 BDSG.
Deine IP-Adresse speichern wir nur dann, wenn ein Inhalt als kritisch erkannt wurde, zusammen mit der genauen Uhrzeit. Diese Angaben verlangt das Meldeportal des BKA. Sonst speichern wir keine IP-Adressen zu Nachrichten.
6. Deine E-Mail-Adresse
Mit dem offiziellen Start von Manhunt brauchst du für dein Konto eine gültige E-Mail-Adresse. Chat, Gruppen und Freundschaften gehen dann erst, wenn du sie mit einem sechsstelligen Code bestätigt hast. Wir nutzen die Adresse nur, um dich zu deinem Konto, zur Sicherheit und zu Moderationsfällen zu erreichen. Keine Werbung, kein Newsletter. Eine bestätigte Adresse gehört zu genau einem Konto.
Die Mails verschicken wir über den Cloudflare Email Service. Wird ein Konto gesperrt, speichern wir einen Hashwert der Adresse, damit mit ihr für die Dauer der Sperre kein neues Konto entsteht. Die Adresse selbst lässt sich aus dem Hashwert nicht ablesen.
7. Zwecke und Rechtsgrundlagen
- Spielbetrieb, Lobbys, Chat, Freunde, Gruppen, Ranglisten und die E-Mail-Adresse als Kontaktweg (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).
- Freundefindung über Kontakte und optionale Profilangaben (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO, jederzeit widerrufbar).
- Automatische Prüfung von Texten, Fotos und Sprachnachrichten, Fenn, Meldungen, Sperren und Altersgrenzen. Unser berechtigtes Interesse und das unserer Nutzer ist ein sicheres Spiel, vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Übergriffen, Gewalt und Extremismus (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
- Meldungen an Behörden und die dafür nötige Aufbewahrung von Belegen (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO mit Art. 18 DSA, § 24 BDSG).
- Protokoll der Admin-Ansicht und Schutz der Daten (Art. 6 Abs. 1 lit. f und Art. 32 DSGVO).
- Abrechnung von Käufen und gesetzliche Pflichten (Art. 6 Abs. 1 lit. b und c DSGVO).
8. Empfänger und Auftragsverarbeiter
Daten werden nicht verkauft und nicht für Werbung genutzt. Ein Tracking im Sinne von Apples App-Tracking-Transparenz findet nicht statt. Diese Anbieter verarbeiten Daten in unserem Auftrag:
- Cloudflare (Cloudflare, Inc., USA): Server und Speicher (Workers, Durable Objects, Datenbank D1, Dateispeicher R2 mit EU-Jurisdiktion), Abschrift von Sprachnachrichten (Workers AI), Versand von E-Mails (Email Service) und Zugangsschutz der Admin-Ansicht.
- Google Cloud Vision (Vertragspartner in der EU: Google Cloud EMEA Limited bzw. Google Ireland Limited, Irland; Mutterkonzern Google LLC, USA): Prüfung von Chat-Fotos und Gruppenbildern über den EU-Endpunkt. Nur das Bild, keine Namen.
- OpenRouter (OpenRouter, Inc., USA) und Mistral AI (Mistral AI SAS, Frankreich): KI-Einschätzung durch Fenn, nur maskierter Text.
- IONOS (IONOS SE, Deutschland): Testbetrieb einer zweiten KI-Einschätzung für Nachrichten in Gruppen und in Chats mit Personen unter 16, nur maskierter Text. Das Ergebnis wird ohne Text gespeichert, nach 90 Tagen gelöscht und hat keine Folgen für dich.
- Telegram (Telegram FZ-LLC, Vereinigte Arabische Emirate): nur für interne Alarme an Elias. Alarme enthalten keinen Nachrichteninhalt, sondern Art und Grund eines Falls und einen Link zur Admin-Ansicht.
- Apple (App Store): verarbeitet Käufe; wir erhalten nur die Bestätigung, dass ein Abo gilt.
Cloudflare, Google und OpenRouter sind Unternehmen mit Sitz oder Mutterkonzern in den USA. Ein Zugriff aus den USA ist deshalb nicht ausgeschlossen. Grundlage dafür ist der Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum EU-US Data Privacy Framework, soweit das Unternehmen zertifiziert ist, sonst EU-Standardvertragsklauseln (Art. 45 und 46 DSGVO).
9. Speicherdauer
- Positionen einer Runde: nur bis zum Rundenende, höchstens zwei Stunden danach.
- Rundenergebnisse (ohne Positionen): bis das Konto gelöscht wird; ohne PRO siehst du die letzten zehn Runden.
- Chat-Nachrichten: bis die beteiligten Konten gelöscht werden.
- Abschriften von Sprachnachrichten: höchstens 90 Tage.
- Ergebnisse von KI-Einschätzungen im Testbetrieb (ohne Text): 90 Tage.
- Fotos, die die Prüfung zurückhält: Das Original löschen wir aus dem Chat-Speicher, eine Kopie liegt nur als Beleg im Belegspeicher.
- Belege zu Meldungen: 90 Tage nach Abschluss des Falls, bei möglichen Straftaten bis zur Übergabe an die Behörden (siehe Abschnitt 5). Belege bleiben auch, wenn ein beteiligtes Konto gelöscht wird.
- Gesperrte Geräte und E-Mail-Adressen (als Hashwert): für die Dauer der Sperre.
- Konto: bis du es in den Einstellungen löschst. Beim Löschen werden Name, Handle, E-Mail-Adresse, Kontakt-Verknüpfungen und Kennungen entfernt.
10. Wer im Team Inhalte sieht
Gemeldete und markierte Fälle bearbeitet Elias Conrad in einer geschützten Admin-Ansicht. Jeder Zugriff dort wird protokolliert, auch das bloße Ansehen eines Falls, nicht nur Entscheidungen. Gemeldete Fotos werden in der Admin-Ansicht nicht angezeigt.
11. Deine Rechte
Du hast Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch (Art. 15 bis 21 DSGVO). Gegen Verarbeitungen, die auf unserem berechtigten Interesse beruhen, kannst du aus Gründen, die sich aus deiner besonderen Situation ergeben, widersprechen (Art. 21 DSGVO). Die meisten Rechte erledigst du direkt in der App (Profil bearbeiten, Kontakte-Abgleich entfernen, Konto löschen), alles andere über hallo@eliasconrad.eu. Außerdem hast du das Recht, dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren, zum Beispiel beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht.
12. Kinder und Jugendliche
Manhunt ist ab 14 Jahren. Die Altersabfrage fragt nur Monat und Jahr der Geburt. Das Datum selbst speichern wir nicht, sondern nur, ob das Mindestalter erreicht ist und, wenn du jünger als 16 bist, ab wann du 16 wirst. Bis 16 gelten strengere Regeln: Dein Konto ist nicht findbar, Chat und Gruppen gehen nur mit Freunden, und die Sicherheitsprüfungen aus Abschnitt 3 greifen strenger. Unter 18 spielst du bitte nur mit Einverständnis deiner Eltern.
13. Änderungen
Ändert sich etwas an der Verarbeitung, steht die neue Fassung hier. Der Stand oben zeigt, wann zuletzt.